So,Wahnsinns Gewitter draussen...alles ist gepackt,morgen früh gehts los...erst Bad Goisern (211km,Salzkammerguttrophy 16.7. www.salzkammergut-trophy.at ) dann Richtung Slowenien an die Adria (TajanaStrandtrophy)...frage mich gerade was für mich stressiger wird...
Die unmittelbare Vorbereitung ist leider nicht optimal gelaufen, nach dem 24h Rennen war ich noch lange müde,hatte Rückenschmerzen und die letzten Tage starke Allergie,was mich in Summe von beständigem Training abgehalten hat...
Aber es gelten keine Entschuldigungen. Am Samstag wird abgerechnet.Ich habe im Winter gut trainiert und meine Beine sollten ausreichend auf die Trophy vorbereitet sein.
Wenn jetzt noch das Material mitspielt und die Abfahrten nicht noch von dem für die nächsten Tage vorhergesagten Regen zusätzlich so erschwert werden, dass sie nicht sturzfrei zu bewältigen sind bleiben einfach 211km und über 7000 Höhenmeter,für die ich bei normalen verhältnissen gut 14 Stunden brauchen sollte.
Start ist am Samstag um 05.00Uhr und dann dürft Ihr mir also bis mindestens 19Uhr kräftig die Daumen drücken...
Joe
zuletzt
2021
Salzkammerguttrophy Platz 2
2022
2023
Cape Epic Finish
2024 kein Training keine Rennen nur ne Transalp
Riva Platz 4
Evolene Platz 13
Finale Ligure 24h WM Platz 3
Neustadt Platz 2
Dienstag, 12. Juli 2011
Sonntag, 10. Juli 2011
3h KB/GA1 rund um Lahr statt Erbeskopf...
bei mir lag es an Rücken und Allergieproblemen,die mich nicht richtig atmen und schlafen liesen und daher ersparte ich mir 7h Fahrt mit dem Auto und machte stattdessen ein lockeres Training ... mehr lies mein Gesundheitszustand heute auch nicht zu...
mein belgischer Freund Lieven hatte noch mehr Pech... heute Morgen lief sein Auto nicht an,als er zum Rennen fahren wollte und er konnte daher auch nicht starten...
So jetzt bleibt mir nur die Hoffnung, dass sich mein Rücken und meine Allergie bis nächsten Samstag bessern und ich mein nächstes grosses Ziel 2011 in Bad Goisern trotzdem meistern kann.
Samstagmorgen 5Uhr gehts los...Bilder sind von 2007,wo ich nach 14okm aufgeben musste...Materialdefekt und mein Kopf wollte nicht mehr weiter...
Joe
Donnerstag, 7. Juli 2011
Zeit für einen kleinen Trainingsmarathon...
Aufgrund der Nachwirkungen des 24h Einsatzes in Reconvilier konnte ich mein diese Woche geplantes Training nicht 100% durchführen.Ich fühle mich nach wie vor müde, auch mental und habe mich nur gelegentlich sportlich bewegt.
Heute teste ich nochmal auf dem Rennrad und werde dann am Sonntag den berühmt berüchtigten Erbeskopfmarathon fahren,allerdings nur im Trainingsmodus als lange Ausfahrt.
Ich habe bisher nur positives von dem Marathon gehört und will das bei der Gelegenheit mal selbst überprüfen...
Und im Rennen fahre ich meist meine lange Einheit zu Ende,was bei zB 5h rund um Lahr manchmal doch nur sehr zäh passiert weil ich einfach jede Ecke hier bereits kenne...
Mein Kollege von der Crocodile Trophy, Lieven ist auch am Start und ich freue mich schon auf ein Treffen.Wobei ich hoffe dass das Wetter besser wird wie bei unserem letzten gemeinsamen Einsatz in Kirchzarten...
JOE
ps...weitere Best of Fotos vom Marathon 2010 wenn man den Titel oben anklickt...
Freitag, 1. Juli 2011
so,endlich Zeit für einen ausführlichen Bericht...
den dieses unvergessliche 24h im Sattel Wochenende in der Schweiz auch verdient hat.
Tajana und ich sind kurzentschlossen doch erst am Samstagmorgen in aller Frühe (Frühstück in Lahr 5Uhr)zum Charity 24h gestartet. Dann ging es zu Sandro nach Busswil,wo ein zweites Frühstück um 8Uhr erfolgte.Dabei haben wir Sandro, seine Frau Petra und den kleinen Damiano (knapp 6 Monate) kennengelernt und fanden die auch spontan sehr sympathisch.
Zusammen ging es dann nach Reconvilier, wo Horst und Nicola,die vor Ort übernachtet ,bereits auf uns warteten. Wir hatten den absolut besten Platz direkt an der Strecke,10Meter vom Zielbogen und 10Meter von der Wechselzone entfernt.
Das Wetter wurde auch immer besser,zwar bewölkt aber die drohenden Regenwolken verzogen sich zum Glück wieder.
Schnell wurden 2 große Pavillons,Liegen,Tische und unser Schlafzelt aufgebaut.Horst und Nicola benutzten ihren grossen Transporter als Schlaf-Lager-Ausruh und Material sowie Verpflegungsplatz...Gut bewacht wurde das ganze von der Wachhündin von Horst.
Der "Sandro" Pavillon wurde gleichzeitig als Charity-Anlaufpunkt ausgestattet, wo während des Rennens Interessierte noch spontan etwas pauschal bzw. pro gefahrene Runde spenden bzw. die Teamkleidung von Wheels4Children kaufen konnten.
Sandro selbst war ja 2010 mit mehreren Defekten Dritter im 24h Solo gewesen und ging entsprechend motiviert ins Rennen.Ebenso Horst und ich...wir wollten locker angehen und dann mal schauen...Ich durfte die ersten beiden Runden fahren und dann wollten wir jeweils 4 Runden fahren. Zu dem Zeitpunkt rechneten wir noch mit Rundenzeiten knapp über 20 Minuten...
Die ersten beiden Runden erledigte ich in 21 bzw. 23 Minuten,musste aber gleich einsehen, dass die Runden bedingt durch den einen sehr langen Anstieg,der zuerst gleichmässig und am Schluss eine längere sehr steile Passage hatte,was mit der mir zur Verfügung stehenden Übersetzung von 32/34 wohl ein Krafttraining am Berg mit ca. 25 Wiederholungen bedeuten würde...
Horst fuhr zu meiner Überraschung konstante aber nicht schnellere Rundenzeiten wie ich...anfangs 25er Runden später dann bis 30Minuten...aber auch meine Runden wurden immer länger bis ich ebenfalls im 30er Bereich war...
Alles ging eigentlich einwandfrei,auch als wir ab 21Uhr auf Lampenbetrieb wechselten.Horst war mit Lupine,ich mit meiner bewährten Supernova unterwegs und vor allem bergab waren wir Dank der enormen Helligkeit damit weiterhin sehr schnell unterwegs...wegen der zunehmenden Rundenzeiten wechselten wir aber ab Mitternacht auf 3 Runden pro Fahrer...
Nicola und Sandro drehten derweil unverdrossen als Solofahrer Ihre Runden...Nicola lieferte sich mit der einzigen anderen weiblichen Fahrerin,die zB schon Finale Ligure gewonnen hatte, stundenlang ein Kopf an Kopfrennen, bis Ihre italienische Konkurrentin entnervt von dem ihrer Ansicht nach etwas stupiden Profil des Kurses...(15-20min nur bergauf und dann 5 Minuten spektakulär schnell wieder runter)immer längere Ruhepausen bei Mann und Kind einlegte und sich schliesslich ganz ins Zelt verabschiedete.
Sandra war noch erfolgreicher unterwegs.Nachdem er die ersten Stunden knapp hinter dem Vorjahressieger lag und diesen damit gehörig unter Druck setzte...fuhr dieser nach ca.5 Stunden plötzlich zur Rennleitung und gab bekannt,dass er aufhören würde.
Dies teilte er dann auch noch höflich wie er war uns mit und packte seine Sachen zusammen...Den Rest der 24H beschränkte sich Sandro nun darauf gleichmässige Zeiten zu fahren (die etwa genau unseren Zeiten im 2er Team entsprachen !) und damit den einzigen gleichwertigen Gegner auf Abstand zu halten,was Ihm auch gelang.
Bei mir lief es dagegen ab 01 Uhr Nachts irgendwie schleppend,ich hatte große Probleme mit den Linsen und zum Teil irritierten mich die Lampen der Konkurrenten ungewohnt stark...zB wenn Sie länger hinter mir herfuhren und so teilte ich Horst gegen 2 Uhr mit ,dass Tajana und ich uns erst mal "kurz" ins Zelt zwecks einen kurzen Schläfchens zurückziehen würden und er einfach so lange er Lust hätte noch weiterfahren solle. Wenn er dann auch keine Lust mehr hätte solle er mir einfach den Transponder auf den Tisch legen,falls ich irgendwann wieder vors Zelt kommen sollte...
Kurz vor 5Uhr schaute ich dann mal spasshalber wieder raus und was stellte ich fest...kein Transponder auf dem Tisch...Horst drehte also immer noch unermüdlich seine Runden...das änderte sich aber als er mich gemütlich rumlümmeln sah und er direkt zu seinem Transporter abbog,mir den Transponder in die Hand drückte und sagte: ok...jetzt bist Du die nächsten 3 Stunden dran...viel Spaß...
den hatte ich dann auch weil ich in den Sonnenaufgang reinfahren durfte,für mich immer mit die schönste Zeit bei einem 24h Rennen...aber man soll den Morgen nicht vor dem Abend loben,denn leider hatte ich kurz danach mehrere Reparaturstopps...Es begann damit, dass ich in den Abfahrten,als es wieder hell war merkte, dass bei Vorderradbremsungen das Vorderrad sich seitlich wegdrehte,was mich einigermassen irritierte,bei Geschwindigkeiten um die 60 Km/h .Nachdem ich es Anfangs für eine optische Täuschung gehalten hatte,wechselte ich dann erst mal das Vorderrad,weil ich dieses als Grund annehm,als das aber nichts änderte, war mir klar , dass die Lefty einen ernsteren Defekt hatte und ich baute in aller Eile das Ersatzrad von Horst auf meine Beinlänge und Pedale um... Dies nahm natürlich viel Zeit in Anspruch,mehrmals musste ich anhalten um die Sattelhöhe und Position zu verändern,dann hatte ich es aber einigermassen passend gemacht und es ging normal weiter... Dann wurde es aber schnell wärmer in meinen Klamotten und so war ich nicht unglücklich darüber, dass Horst ab kurz vor 9Uhr wieder wechsel-und fahrbereit da stand und wir wieder in den 3 Runden pro Fahrer Rythmus wechselten,den wir bis Rennende um 12Uhr auch beibehielten.
Insgesamt fuhren wir 51Runden das waren für jeden ca. 360km und 12300Höhenmeter ...Sandro alleine 50...das sagt alles über dessen Stärke aus und er gewann damit hochverdient das 24h Rennen mit 4 Runden Vorsprung.
Das aufgebaute Adrenalin sorgte dann dafür dass wir den Abbau und die Siegerehrung für Sandro noch einigermassen wach mitnehmen konnten, bis wir uns dann auf die Heimfahrt machten,wo mich dann aber nach einstündiger Fahrt der Mann mit dem Hammer traf , so dass Tajana den restlichen Weg übernehmen musste.
Im Nachhinein fällt mein Fazit durchwegs positiv aus...eine konditionell sehr schwierige Strecke...eine sehr freundliche Event-Athmosphäre in der Schweiz unter den Fahrern,den Betreuern und Zuschauern...eine perfekte Organisation der Veranstalter...ein Team wo es richtig Spaß machte sich einzubringen (Sandro,Horst,Nicola) 2 perfekte 24h Betreuerinnen Tajana und Petra,sowie zusätzliche Helfer die Sandro und auch uns bestens unterstützten.
Joe
Montag, 27. Juni 2011
erste Rückmeldung...
so...zurück zu Hause...selten so fertig gewesen...musste gestern auf der Heimfahrt meiner Gattin das Steuer überlassen, weil ich kurz vorm Sekundenschlaf war...wobei Tajana ausser einer Stunde Schlaf ja auch "24 H durchbetreut hat" was mindestens genauso anstrengend wie die Fahrerei war...
Kurzfassung :
was die meisten wohl am meissten interessieren dürfte.... wir haben die sehr optimistisch im Vorfeld angepeilten 50 Runden trotz allem Einsatz von Horst und mir nicht geschaft...
...es sind sogar 51 Runden geworden ... dh...357 km...was jetzt nicht die Welt ist,aber da die Strecke zu 85 % aus einem Anstieg mit anschließender Tempoabfahrt bestand ... sind es sage und schreibe 12.240 Höhenmeter geworden...aufgeteilt ziemlich halbe halbe auf Horst und mich...
gestern mussten wir erst mal nur noch schlafen...das ist die Nacht davor nämlich ausgefallen...(wegen Nervosität übrigens auch in der Nacht von Freitag auf Samstag...also da war schon etwas Nachholbedarf...)
ausserdem hat die Spendenaktion zugunsten der Kinder des verunglückten Bikers ca. 2000 EUR ergeben...ein tolles Ergebnis,das vor allem dem Organisator Sandro und seinem Team zu verdanken ist und den vielen Spendern...
nebenbei hat Sandro auch das Solo Rennen gewonnen ...
kleines Foto vorab... auch wenn im unbekannten Outfit (und Bike...mehr dann später) werdet ihr den Fahrradfahrer wohl erkennen...
Joe
Mittwoch, 22. Juni 2011
noch 3 Tage bis zum 24h Event in Reconvilier (CH)
Ein 7km Kurs mit 240hm wartet darauf von Samstag 12Uhr bis Sonntag 12 Uhr von Horst und mir so oft wie möglich durchfahren zu werden.Wenn Ihr den Titel anklickt könnt Ihr auf der Seite genaueres und auch ein Video vom Kurs anschauen...
Einerseits möchte ich mich dabei natürlich nicht fertigmachen, andererseits gibt es inzwischen einen Spender für die Charity Aktion, der pro Rennrunde einen Euro spenden will,also werden wir uns bemühen so viele Runden wie möglich zu schaffen.
In der Kategorie bis 3 Teilnehmer wollen wir wenn es geht auch aufs Podest kommen (obwohl wir nur zu zweit sind), denn dann könnten wir auch das Preisgeld noch spenden.
Fahren werde ich natürlichmit meinem neuen 29er Scott und ich hoffe ,dass es mir hilft die Nebenwirkungen gerade im Rücken/Nacken Hände Bereich gegenüber dem alten 26er Hardtail deutlich zu reduzieren.
Tajana wird wie gewohnt den Support übernehmen.Zu ihrer Unterstützung sind noch 2 Betreuer vor Ort, die von Sandro, dem Chef von WHEELS4CHILDREN organisiert werden.
Wer Zeit und Lust hat kann natürlich auch noch vor Ort erscheinen und moralische/aktive Hilfestellung geben...
Grüßle JOE
Montag, 20. Juni 2011
Alles passte !!!
Platz 1 AK (von 117 Teilnehmern)und Platz 40 von 1234 Startern gesamt auf dem Short Track in Kirchzarten,das waren 43 anstrengende Kilometer und 900 Höhenmeter in 1h40min...mit 30sek Vorsprung auf Platz 2...Massarbeit im Regen...
aufgrund des Wetters (siehe die Fotos vor dem Start) war es für alle Teilnehmer schwer,aber umso befriedigender, wenn man erfolgreich das Ziel erreicht hatte...
so auch die weiteren Starter für AUGNOPTIK-KREEUZPEINTNER Uwe und Konrad auf dem Short Track sowie Stefan Kreuzpeintner selbst auf der Marathon Distanz...
So ist eben Mountainbiken...
Joe
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